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Archäologie-Motive in Puzzlespielen

Was hinter Anch, Skarabäus und Horusauge steckt

Wer ein ägyptisches Match-3-Spiel öffnet, tauscht selten bloß rote gegen blaue Steine. Auf den Brettern liegen Anch-Kreuze, Skarabäen, Pharaonenmasken und Papyrusstücke. Diese Motive sind nicht beliebig gewählt: Sie sind grafisch klar, sofort wiedererkennbar und bringen eine Geschichte mit, die ein abstraktes Rätsel mit Atmosphäre füllt. Dieser Beitrag erklärt die häufigsten Symbole und zeigt, wie frei Spiele mit ihnen umgehen.

Warum alte Symbole gut aufs Brett passen

Ein Match-3-Stein muss auf wenigen Millimetern funktionieren. Hieroglyphen und Amulette bringen das von Haus aus mit: Die altägyptische Bildsprache arbeitet mit klaren Umrissen, starken Silhouetten und Wiederholung. Reliefs an Tempelwänden reihen dieselben Zeichen oft zu langen Friesen – und genau dieses Prinzip, gleiche Formen in Reihen, ist auch der Kern jedes Dreierreihen-Spiels.

Die Große Sphinx von Gizeh unter blauem Himmel, im Hintergrund eine Pyramide
Die Große Sphinx von Gizeh. Foto: Wikimedia Commons, CC0.

Die wichtigsten Motive kurz erklärt

Anch
Die Hieroglyphe für „Leben“, häufig in den Händen von Gottheiten dargestellt. In Gods & Gems ist sie ein gelber Spielstein, in Relic Match 3 ein silbernes Symbol.
Horusauge (Udjat)
Zeichen für Schutz und Unversehrtheit. Gods & Gems macht daraus ein regenbogenfarbenes Sonderteil in der Mitte des Bretts.
Skarabäus
Der Pillendreher-Käfer stand für den täglichen Lauf der Sonne und für Neubeginn; als Amulett war er im alten Ägypten weit verbreitet.
Krummstab
Ursprünglich ein Hirtenstab, später Zeichen königlicher Fürsorge und Herrschaft. In Relic Match 3 liegt er gekreuzt mit einem zweiten Herrscherzeichen auf dem Brett.
Papyrus
Beschreibstoff aus der Papyrusstaude. Gods & Gems nutzt Papyrusstücke mit eingezeichneten Symbolen als Sammelziel.
Pyramide und Pharaonenmaske
Die bekanntesten Bilder Ägyptens überhaupt – im Spiel meist Kulisse oder, wie in Relic Match 3, sandfarbene Spielsteine.

Wo Spiele frei mit der Geschichte umgehen

Kein Puzzlespiel ist ein Geschichtsbuch, und das ist in Ordnung. Relic Match 3 legt Ammoniten – Fossilien, die Hunderte Millionen Jahre älter sind als jede Pyramide – direkt neben Schaufeln und Lupen, weil sie nach Ausgrabung aussehen. Jewel Ruins spielt in einer Tempelstadt im Dschungel, deren steinerne Gesichter eher an Anlagen in Südostasien oder Mittelamerika erinnern; eine bestimmte Kultur nennt das Spiel nicht.

Wer die Motive im Original sehen möchte, findet in großen Sammlungen wie dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung in Berlin oder dem Museo Egizio in Turin Stücke zu fast jedem Symbol, das auf den Brettern auftaucht.

Ein Blicktipp für das nächste Level

Achten Sie einmal darauf, ob ein Spiel seine Symbole nur als Farbe nutzt oder ihre Form ernst nimmt. Gute Umsetzungen halten die Silhouette erkennbar, auch wenn der Stein nur fingernagelgroß ist. Das ist nicht nur schön, sondern praktisch: Formen lassen sich schneller unterscheiden als Farbtöne. Genau das fließt bei SagaTruth unter „Lesbarkeit“ in die Wertung ein – nachzulesen in der Bewertungsmethode.